Aktuelles

20.11.2019

Vortrag von Prof. Dr. Carsten Stahmer, Stadtarchiv, 19.00 Uhr

Zur Frankfurter Buchmesse erschien die dreibändige Dokumentation »Goethe in Wiesbaden 1814 und 1815«, herausgegeben von Prof. Dr. Stahmer in Zusammenarbeit mit einem Team von Expertinnen und Experten. Dieses umfangreiche Werk stellt Prof. Dr. Stahmer vor. Es enthält viele bisher unveröffentlichte Dokumente, z.B. die Rechnungen zu den Ausgaben Goethes in Wiesbaden, Briefe von Briefpartnern aus dem Rhein-Main-Gebiet und Auszüge aus dem Fremdenbuch des Badehauses zum Bären, in dem Goethe wohnte. Nicht allein Goethe steht im Mittelpunkt der Darstellung, sondern auch die Personen, mit denen er sich traf oder im Briefwechsel stand. Näher beleuchtet werden außerdem die Stätten, die Goethe in Wiesbaden und Umgebung aufsuchte. Prof. Stahmer wird berichten, welche neuen Erkenntnisse sich daraus für die Goethe-Forschung ebenso wie für die Geschichte der Stadt Wiesbaden ergeben.

28.11.2019

Archivfest, 18.30 Uhr, Stadtarchiv

Rätselhaftes, Tagebuchlesungen mit Wandelweinprobe und Süßes zum Anbeißen: Stadtarchiv und Kunstarche lassen außerdem das Jugendstil-Jahr Revue passieren, der Förderverein des Stadtarchivs berichtet von seiner Arbeit und die Kunstarche präsentiert Archivgaben aus 2019.

4.12.2019

Vortrag von Dr. Katherine Lukat, 19.00 Uhr, Stadtarchiv

​​

Die 18-jährige Anneliese Schnell meldete sich nach dem erfolgreichen Abitur in Wiesbaden entgegen den Empfehlungen der Eltern und Ärzte freiwillig zum Reichsarbeitsdienst. Trotz nächtlichen Fliegeralarms gefallen ihr und ihren Kameradinnen das Lagerleben und besonders die jungen Offiziere gut, wie sie ihrer Familie in zahlreichen Briefen im Sommer 1943 berichtet. Ausflüge zu Kaffee und Kuchen, Wanderungen und die familiäre Atmosphäre in der Kameradschaft lassen den Krieg beinah vergessen. Die Unbeschwertheit schwindet, als Anneliese Schnell zur Funkerin ausgebildet werden soll. Als Flakhelferin rückt der Krieg im Winter 1943 plötzlich in den Mittelpunkt ihres Lebens.

 

11.12.2019

Vortrag von Steve Landau, 19.00 Uhr, Stadtarchiv

Die Geschichte der Juden in Deutschland wird oft mit der Zeit des Nationalsozialismus verknüpft. Dabei lebten Juden nachweislich bereits seit dem 4. Jahrhundert auf dem Gebiet, das heute Deutschland heißt. Erstmals urkundlich erwähnt werden Juden in Köln im Jahr 321. Dies ist der älteste schriftliche Beweis für jüdisches Leben nördlich der Alpen. Nach der Schoah war jüdisches Leben in Deutschland kaum mehr vorstellbar. Dennoch hat es sich in den vergangenen Jahren so dynamisch entwickelt wie kaum in einem anderen Land in Europa.

Steve Landau, Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden und Leiter des jüdischen Lehrhauses, wird in seinem Vortrag und den anschließenden Gesprächen gern unter anderem erläutern, welche Rolle der Erste Weltkrieg für die Juden spielte, was mit den Überlebenden der Schoah geschah und welche Folgen der Zusammenbruch der Sowjetunion für die jüdischen Gemeinden hierzulande hatte. Um zu verstehen, wie jüdische Gemeinden in Deutschland heute organisiert sind und vor welchen aktuellen Herausforderungen sie stehen, bedarf es eines detaillierten Blicks in die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland.

Please reload

 
 
 
 
 
 

Verein zur Förderung des Stadtarchivs Wiesbaden e.V. - Im Rad 42 - 65197 Wiesbaden 

Tel.: +49 (0) 611 313219 - Mail: Brigitte.Streich@wiesbaden.de