Projekte 

Der Förderverein unterstützte das Projekt des Archivs „Stadtlexikon“ und hat als eigenes Projekt unter dem Titel „Erlebte Geschichte und Geschichten“ Interviews mit Zeitzeugen initiiert.

Das Wiesbadener Stadtlexikon
Exposé

Stadtlexika als alphabetische Nachschlagewerke, die das gesamte Wissen zur Geschichte einer Stadt zusammenfassen und gewissermaßen auf den Punkt bringen, sind momentan sehr gefragt. So hat Darmstadt 2006 ein entsprechendes Werk herausgebracht, das inzwischen längst vergriffen ist; die Stadt Nürnberg veröffentlichte bereits im Jahr 2000 ein Werk von über 1200 Seiten und mehr als 5000 Artikeln. Das Wiesbadener Stadtarchiv griff, tatkräftig unterstützt von seinem Förderverein, 2008 die Idee auf und nahm ein gleichartiges Projekt in Angriff mit dem Ziel, ein historisch angelegtes Nachschlagewerk mit Gegenwartsbezug vorzulegen, das sich sowohl an Fachleute als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger wendet. Von „Aartalbahn“ bis „Zykluskonzerte“ bietet das Werk auf 1120 Seiten 1.700 Schlagworte zu rund 40 Themenbereichen wie Architektur und Bildung, Energieversorgung, Flora und Fauna, Geologie und Gesundheit, Gewerbe und Handel, Kunst, Kultur und Literatur usw. Die Mitglieder des Fördervereins haben sich als Autoren und bei der Einwerbung von Spenden für das Lexikon verdient gemacht. Es erschien im Juni 2017 im Theiss Verlag. (ISBN: 978-3-8062-2584-6)

Der Förderverein hat sich entschlossen, eine Interviewsammlung mit  in Wiesbaden lebenden oder dort arbeitenden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen unter dem Titel  „Erlebte Geschichte und Geschichten – Interviews mit Zeitzeugen“ aufzulegen. Er hat sich dabei von dem Gedanken leiten lassen, dass Menschen über ihre Biografie zugleich Zeuginnen und Zeugen ihrer Zeit sind. Dabei sollen sowohl Prominente als auch weniger Prominente, in Wiesbaden Geborene, Zugezogene und Menschen mit Migrationshintergrund zu Wort kommen.  Das Integrationsamt der Landeshauptstadt Wiesbaden hat das Vorhaben bezüglich der Interviews mit Migrantinnen und Migranten finanziell unterstützt.  Im Auftrag des Fördervereins führt  die Journalistin Gesine Werner diese Interviews. Sie sollen voraussichtlich 2017 veröffentlicht  werden. Die eher feuilletonistisch gehaltenen Texte erheben keinen wissenschaftlichen Anspruch, bieten aber einen Einblick in das Wiesbadener Leben nach dem Zweiten Weltkrieg und unserer Zeit. Sie können ihrerseits den Anstoß für wissenschaftliche Forschung geben. 

Erlebte Geschichte und Geschichten – Wiesbadener Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erinnern sich

Zeitzeugin

Christa Moering 

Malerin, Galeristin und einzige Ehrenbürgerin

„Wenn ich male, lebe ich in dem Gegenstand, den ich male. Malerei bedeutet absolute Konzentration.“ Kunst war für Christa Moering, die während der Arbeit total versunken wirkte und sich bis ins hohe Alter ihr mädchenhaftes Strahlen erhielt, Lebenselixier. Als Tochter des Superintendenten im Schatten der Uta am Dom zu Naumburg aufgewachsen, war sie von Schönheit der Kunst und dem „geistigen Ausdruck der Dinge selbst“ geprägt.....

 

Verein zur Förderung des Stadtarchivs Wiesbaden e.V. - Im Rad 42 - 65197 Wiesbaden 

Tel.: +49 (0) 611 313219 - Mail: Brigitte.Streich@wiesbaden.de