Aktuelles

 

Donnerstag, 17. Dezember 2020

19.00 Uhr

 

Stadtarchiv

 

Ausstellungseröffnung „Amerikaner in Wiesbaden von 1945 bis 1963 – Die Innenwelt der Außenwelt“

 

Bis zum heutigen Tag sind Amerikaner in Deutschland stationiert. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben sie in ihren Militäreinrichtungen und Wohnsiedlungen ein von den Deutschen weitgehend unabhängiges Leben geführt. Die strengen Regeln, die Freiheiten und der Alltag in dieser Parallelkultur sowie die Brücken, die die Militär-Community mit der deutschen Außenwelt in den Jahren 1945 bis 1963 verbanden, stehen im Zentrum der Ausstellung.

Fotografien, Alltagsgegenstände und knappe Texte mit Hintergrundinformationen machen fassbar, wie die Innenwelt des amerikanischen Lebens funktionierte, wie sich das deutsch-amerikanische Verhältnis von den Nachkriegsjahren bis zum „Wirtschaftswunder“ wandelte, welch entscheidenden Beitrag amerikanische Hilfen zum Wiederaufbau geleistet haben. Das Kennenlernen unbekannter Seiten gemeinsamer Geschichte bieten die Chance besseren Verstehens.

Warum das enge Zeitfenster? Der Einmarsch der Amerikaner in Wiesbaden und der Besuch des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy waren historische Zäsuren. 1945 sahen nur wenige deutsche Überlebende die Amerikaner als Befreier – die meisten nahmen sie als siegreiche Feinde hin, mit denen man sich arrangieren musste. Ganz anders war die Wahrnehmung 1963: Die Amerikaner und ihr jugendlicher Präsident wurden als Freunde bejubelt – als Garanten von Freiheit und Demokratie.  Die Ermordung Kennedys löste tiefe Trauer aus. Nach diesem tiefen und schmerzhaften Einschnitt blieb nichts, wie es war – aber das ist eine andere Geschichte.

Dauer der Ausstellung: 17. Dezember 2020 bis 12. März 2021

http://www.ausstellung-stadtarchiv.de/

 

Donnerstag, 25. Februar 2021

19.00 Uhr

 

Online-Veranstaltung der Wiesbadener Casino Gesellschaft (Youtube)

 

Vortrag von Frau Dr. Brigitte Streich: "Jüdische Ärzte in Wiesbaden"

Seit der ersten Zulassung von Juden zum Medizinstudium bzw. zur Promotion 1678/1721 an der Universität Frankfurt/Oder nahm die Zahl jüdischer Mediziner immer weiter zu. Gegen Ende des 19. Jhs. lag sie bei ca. 16%, während der jüdische Bevölkerungsanteil nur wenig mehr als 1% betrug. 1933 waren 29% aller Kassenärzte im Wiesbadener Arztregisterbezirk „Nichtarier“, damit lag die Kurstadt nach Berlin und Hamburg an dritter Stelle. Die Mehrzahl der jüdischen Mediziner waren niedergelassene Praktiker; die Berufung auf einen Lehrstuhl oder auf den Posten eines Sanitätsrates war die Ausnahme. Schon seit Ende des 19. Jhs. nahm der Antisemitismus immer mehr zu; manche Ärzte konvertierten daher oder änderten ihren Namen. Spricht man von jüdischen Wiesbadener Medizinern, dann denkt man vor allem an Gotthold, Karl und Salomon Herxheimer. Weniger bekannt sind Max Cohn, Leopold und Benno Laquer, Fedor Plessner und andere, an deren Schicksale in diesem Vortrag erinnert werden soll.

 

Link:

 

https://youtu.be/S3T2rLPgq7o

 

 

 
Sonntag, 07. März 2021
16.00 Uhr - Kunstarche
Ausstellungseröffnung: "Felix Hamsvaar, Das grafische Werk"
Anlass der Ausstellung ist die persönliche Übergabe aller Schwarzweiß-Arbeiten von Felix Hammesfahr (Künstlername Hamsvaar) an die Kunstarche Wiesbaden. Als ausgebildeter Innenarchitekt kam er durch seine Frau Erika Kohlhöfer und Mitglieder der „gruppe real“ 1964 zum Zeichnen. Diese Blätter können jetzt in einer vorher nie gesehenen Vielfalt gezeigt werden (abstrakte Themen, Architekturskizzen, Landschaften, Illustrationen zu Bert Brecht u.a.). Felix Hamsvaar „Das grafische Werk“ Kunstarche e.V.
Finissage: Freitag, 16. April 2021, 12.00 Uhr
 

 

Dienstag, 09. März 2021

19.00 Uhr - Stadtarchiv Wiesbaden

Einführungsvortrag von Dr. John Provan und Georg Habs: "Amerikaner in Wiesbaden"

Die Ausstellung „Amerikaner in Wiesbaden von 1945 bis 1963. Die Innenwelt der Außenwelt“ zeigt eine Auswahl aus der Sammlung des Deutschamerikaners Dr. John Provan. Zahlreiche Exponate erzählen vom amerikanischen Leben in der US-Besatzungszone während der Nachkriegszeit. Fotografien, Alltagsgegenstände, Dokumente und knappe Texte mit Hintergrundinformationen machen fassbar, wie die Innenwelt des amerikanischen Lebens funktionierte, wie sich das deutsch-amerikanische Verhältnis von den Nachkriegsjahren bis zum „Wirtschaftswunder“ wandelte und welch entscheidenden Beitrag amerikanische Hilfen zum Wiederaufbau leisteten. Die beiden Kuratoren der Ausstellung, Dr. John Provan und Georg Habs, führen in einem kurzweiligen Vortrag in die Schau ein.

 

Zugelassen sind maximal 10 Teilnehmer/innen. Verpflichtende Anmeldung unter veranstaltung-stadt archiv@wiesbaden.de mit Angabe des Vor- und Nachnamens, der Adresse und und Telefonnummer bis 08. März 2021

 
 

Verein zur Förderung des Stadtarchivs Wiesbaden e.V. - Im Rad 42 - 65197 Wiesbaden 

Tel.: +49 (0) 611 313329 - Mail: stadtarchiv@wiesbaden.de